Gebäudebrand groß

Datum: 14. Mai 2021 
Alarmzeit: 12:48 Uhr 
Alarmierungsart: Vollalarm 
Art: Brandeinsatz 
Einsatzort: Harpstedt, Breslauer Str. 
Mannschaftsstärke: 27 
Fahrzeuge: LF 8, MTW, TLF 16/24 


Einsatzbericht:

Die Feuerwehr Harpstedt wurde am Freitag um 12:38 Uhr zu einem Garagenbrand in die Breslauer Straße alarmiert. Schon auf der Anfahrt konnten die ersten Einsatzkräfte eine massive Rauchentwicklung wahrnehmen, sodass die erste Rückmeldung schon auf Sicht gegeben werden konnte. Zeitgleich wurden Kräfte der Feuerwehr Groß Ippener zum Einsatzort alarmiert. Zufälligerweise flog der Rettungshubschrauber Christoph 6 von Vechta zurück nach Bremen und entdeckte die starke Rauchentwicklung. Direkt gab die Besatzung eine Rückmeldung an die Leitstelle und leitete eine Landung auf einer nahe gelegenen Wiese ein, um evtl. bei verletzten Personen direkt helfen zu können.
Nachdem der Einsatzleiter der Feuerwehr Harpstedt eintraf, erkundete er die Lage und erhöhte das Alarmstichwort von Garagenbrand auf Gebäudebrand groß. Dadurch wurden weitere Kräfte aus der Samtgemeinde Harpstedt und dem Landkreis Oldenburg hinzugezogen. Das Feuer hatte sich mittlerweile auf zwei benachbarte Gebäude ausgebreitet und lief in die Dachhaut. Sofort wurden Atemschutzgeräteträger zur Brandbekämpfung und Riegelstellung eingesetzt. Das Feuer breitete sich auch auf weitere Autos vor den Garagen aus, sodass ein Wohnmobil in Vollbrand stand. In diesem waren Gasflaschen gelagert, welche im Einsatzverlauf thermisch belastet wurden und explodierten. Die Stücke der Gasflaschen sind teilweise 50 m weit geflogen.
Aufgrund der Erhöhung des Alarmstichworts wurde die Drehleiter aus der Stadt Wildeshausen alarmiert, welche im späteren Verlauf für die Aufnahme der Dachhaut zuständig war.
Unter schwersten Bedingungen haben die Atemschutztrupps versucht die Gebäude zu halten. Dies gelang für eins der zwei Häuser. Das Feuer war beim zweiten Haus soweit fortgeschritten, dass es zu einer Durchzündung der Rauchgase unterhalb des Daches kam und offene Flammen im Dachstuhl sichtbar wurden.
Umgehend nahm die Drehleiter das Dach auf und löschte die Flammen.
Nach circa zwei Stunden war das Feuer unter Kontrolle, sodass mit den Nachlöscharbeiten begonnen werden konnte. Der Dachstuhl des Hauses brannte komplett ab, sodass das Haus vorerst unbewohnbar ist.
Aufgrund eines Elektroautos in einer der Garagen wurde eine Fachfirma mit einer speziellen Mulde hinzugezogen, welche das E-Auto aufnahm. Die Mulde wurde mit Wasser geflutet und auf einen Platz abgestellt und für 24 Stunden beobachtet. Dieses Vorgehen ist nötig, da die Akkus der Autos schwer zu löschen sind und immer wieder anfangen können zu brennen.
Vor Ort gab es noch Würstchen und Getränke und der Gerätewagen-Atemschutz des Landkreises war vor Ort, sodass die Atemschutzgeräteträger ihre Geräte direkt wieder fertig machen konnten.
Der Einsatz war nach sechs Stunden beendet.

Bilder: Feuerwehr Wildeshausen & Maximilian Eilers (KPW)